Review: Louis Tully Statue (Iron Studios, 2016)

Heute wollen wir uns einem eher unbekannten Goldstück widmen: Der Tully-Statue aus dem Hause Iron Studios.

Es gibt zwei Sorten Mensch: Die einen, die sich an dem unvergleichlichen Rick Moranis versündigen und jene, die den Komiker als kulturelles Gut wertschätzen. Dazu braucht es nicht einmal Ghostbusters, denn wer Rick Moranis sagt, der muss auch Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft sagen. Oder Spaceballs. Oder Der kleine Horrorladen. Oder Flintstones.

Leider sind Moranis-Ebenbilder in Figurenform so rar gesät wie der kleine, große Mann zuletzt selbst. In der Ghostbusters-Figurenserie von Matty Collector gab es einen etwas verunglückten Louis. Hasbro legt gerade mit dem Tully’s Terrible Night-Set sehr viel schöner nach. Unter dem Rader dagegen kam und ging die Tully-Figur aus der Kleinstatuenreihe der Iron Studios. Während die Ghostbusters selbst, Gozer, Slimer und die beiden Brüllhunde – alle im Maßstab 1:10 – öfter mal zur Kenntnis genommen wurden, ist Louis den wenigsten ein Begriff. Kein Wunder, brachte der brasilianische Hersteller die Figur doch nur als San Diego Comic Con Exclusive im Jahr 2016 heraus. Zu schade!

Denn während die vier Geisterjäger eher so lala umgesetzt wurden (Peter sieht nur entfernt nach Murray aus, Egon sieht aus wie ein Jugendlicher und Ray wie ein Kind, einzig Winston war wie so oft ganz passabel), besticht Louis mit einer großartigen Rick Moranis-Likeness. Fast wirkt es so, als stehe Rick persönlich vor einem, natürlich im Taschenformat.

Die Figur aus Kunstharz steht auf einer einem steinernen Boden nachempfundenen, schweren Base in einer uneleganten, krummen Haltung. Geradezu wie im Film. Die Details sind wunderschön: Schuhe, Hose und Hemd sind fitzelfein gearbeitet und in einer Weise, von der sich große Statuen eine Scheibe abschneiden könnten. Das wirkt alles sehr wertig. Außerdem gibt es zwei Köpfe, die man auf den Hals setzen kann (und die mit einem starken Magneten gehalten werden): Einmal Louis in normal (wenn man denn bei ihm von normal reden kann), einmal in der besessenen Form als Schlüsselmeister mit roten Augen und verwuschelten Haaren. Beide Köpfe sind kongenial, beide sind Moranis, allerdings gefällt uns die besessene Variante ein wenig mehr, auch weil sie besser zur Körperhaltung passt.

Schade nur, dass die Iron Studios nicht auch eine Dana Barrett herausgebracht haben. Das wäre die Krönung gewesen und hätte gut neben Tully gepasst. Überhaupt ist diese Figur ja etwas ganz Besonderes, weil sie in der Sammlung mal ein wenig Abwechslung neben dem x-ten Marshmallow-Mann bringt. Zu empfehlen sind außerdem noch die beiden Terrorhunde Zuul und Vinz Clortho sowie Gozer – alle drei so toll wie Tully und die Hunde, obwohl kleiner, müssen sich nicht einmal vor der 1:4-Statue von Chronicle Collectibles verstecken – und die ist immerhin ein Originalabguß der Stop Motion-Puppe.

Mit etwas Glück kann man Tully noch hier und da bei Figurenhändlern und Comicshops finden. Das gute Stück kostet so um die knapp 100,- Euro.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.