Toy Review: Courtroom Battle Egon Spengler (2014, Mattel)

2014 war Schwanengesang für Matty Collectors „Ghostbusters Classics“-Reihe. Eigentlich schon zwei Jahre tot, schob man aus aktuellem Anlass doch noch eine Figur nach.

Dieser Anlass war eher pietätlos als alles andere: Scott Neitlich aka „Toyguru“, seinerzeit Verantwortlicher der Reihe, war nach Harold Ramis‘ Ableben im Februar 2014 nämlich der Ansicht, eine Courtroom Battle-Egon-Figur verkaufe sich wohl nun doch noch. Zuvor waren bereits Courtroom Battle Peter und Ray erschienen, aber dann war die Online-Versandreihe um die Geisterjäger von Mattel aufgrund von vor sich hin plätschernder Verkaufszahlen beendet worden, ohne dass man noch an Egon gedacht hatte.

Courtroom Battle Egon ist eine der besten Figuren von Mattel und offenbart gleichzeitig all die Schwächen der Line. Zum einen ist da der bei OVP-Sammlern geschätzte Hinweis In Memory of Harold Ramis auf der Packung. Dann gibt es eine Fülle von Beilagen: Dancing Toaster, KUD-Meter, Gigameter, Ghettoblaster, Lupe, Probenlöffel, Kaffeetasse. Dazu natürlich die Tatsache, dass mit Egon im Anzug eine weitere Variante vorliegt, die ein wenig Abwechslung in die Menge der Standardfiguren in Uniform bringt.

Schade ist, dass kaum eines der Zubehörteilchen auch wirklich in die Hand der Figur passt: Entweder sind die Griffe zu klein (die Hände sind auch viel zu groß für die Figur selbst) oder zu dünn oder die Figur kann sie aufgrund der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten nicht passend halten (z.B. im Falle der Kaffeetasse). Irgendwie geht das alles, aber schön ist das eben auch alles nicht wirklich.

Egon selbst hat in unserem Falle leider einen Bemalungsfehler an der Brille, die schwarze Farbe des wie immer zu dicken Gestells suppt auf das Glas – schade, aber kann vorkommen. Bedauerlicher ist, dass die Figur wieder mal 100 Prozent Recycling ist: Anzüge (bzw. Körper) sind exakt die der Ray-, Peter- und Peck-Figuren und obenauf sitzt halt der übliche Egon-Kopf, der eher nach Richard Gere ausschaut als nach Ramis.

Die Artikulationspunkte sind so ein Mittelding: Zwar besser als bei klassischen Actionfiguren, aber weniger (oder unsinniger angeordnet) als z.B. bei der neuen Plasma Series von Hasbro: Dort können die Figuren ihre Strahler jetzt ziehen, geschmeidig an die Schultern anlehnen oder in verschiedenen Posen „angreifen“, während bei allen Matty-Figuren, auch dieser, eigentlich nur eine einzige Pose bleibt – nämlich Strahler vorm Bauch angelegt.

Fazit: Courtroom Egon bringt alle Stärken (Varianten) und Schwächen (Recycling) von Mattel auf den Punkt. Die Beilagen sind gut gemeint, aber lieblos umgesetzt. Bis Hasbro aber soweit ist und mit der Plasma Series auch die sehr genialen Ghostbusters 2-Jäger im Anzug vorlegt, sind die Matty-Vorgänger aber auf jeden Fall eine schöne Ergänzung im Regal (oder im Kinderzimmer)! Leider nicht mehr ganz günstig zu bekommen.

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