Paul Feig: „Wenn Jasons Film durch die Decke geht, lag ich falsch!“

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Vor drei Jahren kam „Ghostbusters: Answer The Call“ in die Kinos und scheiterte an der Erwartungshaltung des Publikums. Dennoch wäre der „Brautalarm“-Regisseur bereit für eine Fortsetzung.

Answer The Call hatte vom ersten Moment keine Chance: Schon im Sommer 2014, kurz nachdem Feig per Twitter sein All-Female-Reboot angekündigt hatte, ging das Internet in Proteststellung: Zunächst wüteten nur einige wenige Fans. Dann schwappte der Unmut auf die gesamte Geek-Welt über und als der Film dann nach zweijähriger Vorbereitungszeit in die Kinos kam, hatte die anhaltende Welle der Empörung das Massenpublikum erreicht. Während das Ghostbusters-Fandom selbst, vor allem in Anbetracht des Verlustes von Harold Ramis, zu großen Teilen Frieden mit dem Neustart geschlossen hatte und sogar haufenweise neue Fans generierte, galt das Reboot-Bashing in der öffentlichen Meinung längst als en vogue.

Der Film schlug sich gar nicht mal so mies an den Kassen, war aber als überambitioniertes, marvelesques Effektgewitter-Kino derart teuer geraten, dass er alles andere als den öffentlichen Verdruss hätte brauchen können – er scheiterte kommerziell. Als er wegen religiöser Bedenken für den wichtigen chinesischen Markt wegfiel, brach ihm das schlußendlich das Genick. Die Idee eines Cinematic Universe, das weitere gewagte Ideen (unter anderem mit Channing Tatum und Chris Pratt in der Pipeline) vorsah, war vom Tisch.

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Reboot-Cosplay: Allen Unkenrufen zum Trotz erweiterte Feigs Film das Fandom beträchtlich.

Insofern ist es beachtlich und ein Glücksfall, dass Sony sich mit Jason Reitmans Ghostbusters 3 nun so kurz danach wieder an einen großen Kinofilm wagt. Bemerkenswert ist auch, dass Paul Feig nach wie vor trotz allem Lust hätte, eine Fortsetzung „seiner“ Version zu drehen. In einem Interview sagte er:

Ich würde wirklich gerne eine Fortsetzung drehen, wenn sie sich irgendjemand wünschen würde. Denn ich liebe diese Welt. Ich fühlte mich wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Ich denke, wir werden sehen was passiert wenn Jasons Film anläuft. Wenn der durch die Decke geht, werde ich eingestehen: Klar, es war wohl ein Fehler, ein Reboot gedreht zu haben. Aber ich werde mich niemals dafür entschuldigen, denn ich bin sehr stolz auf den Film.

Feig musste sich anhören, dass er statt der lang ersehnten Fortsetzung eine Neuverfilmung auf den Weg gebracht hat. Während sich viele mit der rein weiblichen Besetzung schwer taten, gab es eben auch immer wieder vereinzelte Kommentare von Fans, deren Problem es war, dass der Film kein Ghostbusters 3 gewesen sei.

Im Nachhinein erweist sich das aber vielleicht als die größte Stärke des Films. Denn wäre dieser Film Teil 3 der Serie geworden, hätten Kristen Wiig, Melissa McCarthy, Leslie Jones und Kate McKinnon die Töchter von Venkman und Co. gespielt, dann wäre der Film, den wir jetzt bekommen, wohl kaum möglich gewesen. So aber kann man sich entspannt zurücklehnen und den Film als Alternative betrachten, die ihr eigenes Süppchen braut.

Quelle

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