Sigourney Weaver: Eine Königin wird 70

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Kaum zu glauben, aber wahr: Sigourney Weaver wird 70 Jahre alt. Sie kann auf eine beeindruckende Karriere als Grande Dame von Hollywood zurückblicken und ist auch im gehobenen Alter noch gut im Geschäft.

Eines Tages beschloss die junge Susan Alexandra, sich umzubenennen: Sigourney hieß sie plötzlich und Sigourney ist eigentlich ein Männername, den sie aus dem Roman „Der große Gatzby“ übernommen hatte. Schnell ging es berauf: Nach ihrem Debut im Stadtneurotiker unter Woody Allen, dauerte es nicht mehr lange, bis sie als Ellen Ripley in Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt die erste Hauptrolle – und was für eine! – bekam. Ripley avancierte im Rahmen der Alien-Serie (1979 – 1997) zum Prototyp der modernen, ambivalenten Frau im Kino: Während sich die Gespielinnen von Indiana Jones noch überwiegend kreischend gaben, drosch Weaver in den Space-Klassikern auf die Ungeheuer ein, erlitt Schicksalsschläge, wurde besiegt, besiegte selbst, überlebte den Tod, blieb liebevolle Mutter, war übermächtige Figur. Was für eine Performance!

Das öffnete Tür und Tor(wächter) in Tinseltown: In Ivan Reitmans Ghostbusters – Die Geisterjäger erdete sie die Geschichte um die Nerds Harold Ramis und Dan Aykroyd. Die Verführungsszene ist legendär, das offensive demonstrierte weibliche Selbstbewusstsein Weavers erschüttert Dr. Venkmans aufgesetzte Coolness so sehr, dass er über Bill Murray hinauswachsen muss, um Dana für sich zu gewinnen.

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Für Gorillas im Nebel, in dem sie die Forscherin Diane Fossey verkörperte, schauspielerte Weaver im echten Dschungel zwischen echten, riesigen Menschenaffen, die sie aus einer Laune heraus hätten umbringen können – doch die 182 cm große Weaver erarbeitete sich den Respekt der Tiere und es war eine Schande, dass sie für diesen Auftritt keinen Oscar bekommen hatte. Pfui!

a6Og4XL_700bAuch in den 1990ern blieb sie sehr aktiv und populär: Sie war als Präsidentengattin in Ivan Reitmans Dave zu sehen, sie holte sich Anerkennung bei Kritikern und Publikum für das Psycho-Drama Copykill. Der dritte und vierte Alien-Film erschien und 1999 kam mit der Star Trek-Parodie Galaxy Quest außerdem noch ein weiterer Auftritt, in dem sie ihre humoristischen Qualitäten unter Beweis stellte, mehr noch als in Ghostbusters, wo sie immer den vernünftigen Gegenpol geben musste.

In den letzten Jahren profitiert Weaver von ihrem enormen Ruf, tritt nicht selten in zwinkernden Gastauftritten auf, wie in der SciFi-Klamotte Paul oder in Cabin in the Woods. Mit Avatar, dem jahrelang erfolgreichsten Film der Welt, hatte sie vor zehn Jahren noch eine Hauptrolle, die sie demnächst mit James Cameron fortsetzt. Außerdem hat sie angekündigt, auch wieder als Dana Barrett im kommenden Ghostbusters-Film aufzutreten.

Auf die Frage, was sie im Alter einmal machen möchte, antwortete sie vor vielen Jahren: „Ich würde gerne Miss Marple spielen!“ Das würden wir uns sofort ansehen.

 

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