Ghostbusters 2020: Die Geschichte!

So richtig viel ist nicht bekannt über Jason Reitmans Ghostbusters 3, aber es gibt langsam genug Eckpfeiler, um die Fantasie der lodernden Fan-Herzen zum Überschäumen zu bringen. Der Autor wagt eine Prognose anhand der bisherigen Informationen. Dabei gilt: Wir wetten, dass wir irgendwie ins Schwarze treffen, aber natürlich kann es auch ganz anders kommen. Sicher ist Folgendes:

Die Handlung dreht sich um eine Familie, die zurück in eine Kleinstadt zieht, um dort mehr über sich selbst und die Geheimnisse der Stadt herauszufinden. Die Familie, das ist die alleinerziehende Mutter (gespielt von Fargo-Darstellerin Carrie Coon) sowie ein etwa 16-jähriger Sohn (Finn Wolfhard aus Stranger Things) und die etwa 13-jährige Tochter (McKenna Grace aus I, Tonya).

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McKenna Grace übt schon mal Wissenschaft

Das Mädchen ist immens gescheit und hat oft Schwierigkeiten, Gefühle zu deuten und auch zu äußern, sie drückt sich außerdem seltsam flach aus, unbeholfen aber liebenswert. Sie möchte gerne andere Leute kennenlernen, aber sie hat Probleme, die Gefühle ihrer Familie und Freunde zu verstehen und die eigenen mitzuteilen. Ihr wissenschaftlicher Scharfsinn ist im Rahmen des Filmes von unschätzbarem Wert.

Darüber hinaus gibt es neben diesem Geschwisterpaar noch zwei weitere Jugendliche, hier wird es bereits spekulativ. Es gibt einige Charakterbeschreibungen dieser Figuren im Internet, doch ob die stimmen und auf welche der Charaktere sie zutreffen, ist nicht bekannt. Angeblich könnte beispielsweise Jenna Ortega (Jane the Virgin) eine junge Bedienung spielen, die schlagfertig und witzig ist und eine Freundschaft mit Wolfhards Figur aufbaut. Wie gesagt – sicher ist nur, dass vier jugendliche Darsteller auftreten und der Fokus wohl auf McKenna Graces Charakter liegt.

Dan Aykroyd spoilerte außerdem bereits Ende letzten Jahres, dass der Film auch „für die verbliebenen Ghostbusters“ geschrieben wird:

Wie die alten Recken eingebunden werden, ist noch nicht bekannt. Besorgte Fans sorgten sich bereits, dass die OGBs vielleicht gar nicht auftreten würden, doch Reitman Jr. teaserte bereits im Januar, er wolle Überraschungen nach und nach wie Geschenke servieren – und da spart man sich die Rückkehr der Kultfiguren natürlich für später auf.

Der Teaser suggerierte bereits einen neuen Auftritt des Ecto-1 und tatsächlich hat Sony mittlerweile einen alten Cadillac aufgekauft, um diesen für den Film aufzurüsten. Gerüchten zufolge soll der neue Ecto-1 im Film dann noch einmal geringfügig verändert zu sehen sein, etwa wie sich bereits Ecto-1A im zweiten Film vom Vorgänger unterschied.

Kommen wir nun zur Handlung – vorher aber noch ein wenig Trivia!

Ivan Reitman, Regisseur der ersten beiden Filme, sprach im Entertainment Weekly-Artikel im Januar davon, dass die Idee seines Sohnes für einen neuen Teil „vor uns hinter der Kamera“ eine Generationsübergabe sei. Was er damit hinter der Kamera meint, ist klar: Der Vater hat die Klassiker inszeniert, der Sohn beerbt ihn nun. Was aber geschieht vor der Kamera, sprich, im Film? Es muss ergreifend sein, denn Vater Reitman berichtete, als er das Drehbuch zu Ende gelesen hatte, standen ihm Tränen in den Augen. Es muss schon etwas sehr Persönliches sein!

Hier sei ein hineingeworfener Gedankengang erlaubt: Seit dem Tod von Harold Ramis in 2014 stellt sich die Frage: Wie kann ein Ghostbusters 3 eigentlich ohne Egon stattfinden? Ernie Hudson, sichtlich ergriffen, brachte es auf den Punkt: „There can’t be another Ghostbusters without Harold. It would be Ghost-something.“

Was, wenn Jason Reitman nun aber einen Weg gefunden hätte, Egon doch in seinen Film einzubinden – und zwar als wichtiges Element? Nicht in Form pietätlosen CGI-Unsinns, sondern eher als… Aura, um die sich alles dreht?

Jeder denkt an das Kind aus Stranger Things, wenn er den Namen Finn Wolfhard hört, dabei wachsen Kinder rasant. Schaut man sich aktuelle Fotos von Wolfhard an, fällt eine interessante Ähnlichkeit auf…

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„Aber die Sommersprossen hast du von der Oma“

…denn er ähnelt dem jungen Harold Ramis mittlerweile frapide. Wenn man nun nochmal an Reitmans erwähnte Generationsübergabe auch vor der Kamera denkt und an die Familie, die Dinge über sich herausfinden wird und daran, dass Wolfhards kleine Filmschwester ein wissenschaftliches Genie sein soll, dass aber manchmal mit sozialen Gepflogenheiten Probleme hat… Das sind viele Unds.

Wie Ramis‘ Tochter Violet Stiel in ihrem Buch Ghostbusters Daughter verrät, hatte ihr Vater am Ende einer gescheiterten Ehe ein Geheimnis – eine Affäre mit der Regisseurin Amy Heckerling. Daraus ging die Schauspielerin Mollie Heckerling hervor und bis zu Stiels Buchveröffentlichung im letzten Jahr wusste niemand davon. Was, wenn sich Jason Reitman für Egon etwas ganz Ähnliches ausgedacht hat?

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Carrie Coon: Who’s your daddy?

Egon Spengler, der zwar immer ein Science Geek war, durch Ramis aber auch oft etwas verschmitzt und verschlossen dargestellt wurde, könnte irgendwann zwischen den beiden ersten Filmen ein ebensolches Geheimnis gehabt haben. Wir wissen es nicht, aber Carrie Coon, die die Mutter spielt, passt vom Alter perfekt in diesen Zeitraum (um nach Ghostbusters II geboren zu sein, wäre sie, beziehungsweise ihr Charakter zu alt). Vielleicht ist da irgendwann etwas mit einer uns unbekannten Dame passiert – auf einmal erscheint es völlig plausibel, dass Janine sich in Ghostbusters II von Egon abgewendet hat und Louis bezirzt.

Jason Reitman ist eigentlich kein Blockbuster- Regisseur. All seine Filme konzentrieren sich auf ihre Figuren und auf Entwicklungen, die sie durchmachen – in diesem Sinn ist er ein viel besserer Filmemacher als sein Vater und genau weil er das ist, könnte er sich für eine solche Geschichte entscheiden – Hier kommt unser Pitch, unsere Annahme:

Die Ghostbusters waren noch viele Jahre nach Ghostbusters II erfolgreich, doch eines Tages mussten sie gegen eine Macht antreten, die Egons Leben einforderte. Danach haben Peter, Ray und Winston beschlossen, dass es nie mehr dasselbe sein kann (genau wie wir alle der Meinung waren, dass es ohne Ramis nicht dasselbe sein wird, hier kann der Film auch auf der Metaebene funktionieren), lösten die Ghostbusters Inc. auf und gingen getrennte Wege.

Ray, der von Egons Geheimnis wusste, übernahm für seinen verstorbenen Freund die Aufsichtspflicht und wurde für Coons Charakter zur Vaterfigur, für die Kinder ist er der schrullige, eigentümliche Onkel, der in der Scheune an seinen alten Ausrüstungsteilen schraubt, in Nostalgie und Sentimentalität schwelgt, aufregende Geschichten zu erzählen hat und sich ab und an ein Glas Vodka und eine Pfeife gönnt.

Die Jugendlichen kommen dann einem Geheimnis (dem besagten Geheimnis der Stadt) auf die Spur, das sie in Gefahr bringt und eben jene Macht heraufbeschwört, die einst für Egons Ableben verantwortlich zeichnete. Um das Vermächtnis des Freundes zu retten, muss Ray seine alte „Band“ – Winston und Peter (Bill Murray wird mit einer solchen Geschichte allemal zu bewegen sein, vorausgesetzt man erreicht ihn) – noch einmal zusammentrommeln. Gleichermaßen trainiert er die Jugendlichen, die (zwar noch nicht als neue Geisterjäger) auf ihre Weise zum Sieg über das Unheil beitragen.

Ob es nun so, so ähnlich oder ganz anders kommt, eines ist sicher: Die einfallslosen 08/15-Ideen der letzten 20 Jahre, als immer eine Gruppe Studenten lediglich in Extreme Ghostbusters-Manier das Zepter übernehmen sollte – in einer Fortsetzung, die sonst strukturell genau dasselbe zum dritten mal wiederholen würde, sind vom Tisch. Paul Feigs 2016er-Neustart Answer The Call, der eben das gemacht hat, dazu groß und aufgeblasen, ist gefloppt und das könnte das beste sein, das Ghostbusters 3 passiert ist. Denn statt weitere 200 Millionen Dollar in die nächste Ghostbusters-Produktion zu stecken hat man nun den Eindruck, das Franchise könne sich in einem etwas kleiner budgetierten Rahmen etwas mehr Kreativität und Mut zu frischen Geschichten gönnen, die man eben nicht schon dreimal gesehen hat.

Was haltet Ihr von unserer Theorie? Würde Euch das gefallen oder habt Ihr selbst auch, vielleicht ganz andere, Ideen für den Film? Schreibt es uns in die Kommentare.

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