Neue Comic-Besprechungen

TMNTGBTradePaperBackFrontCoverObwohl die fortlaufende Serie letztes Jahr eingestellt wurde, veröffentlicht IDW weiterhin in regelmäßigen Abständen neue Ghostbusters-Comics. Das vierteilige Turtles-Crossover war letztes Jahr ein Verkaufsschlager und liegt mittlerweile als Paperback vor.

Autor Erik Burnham macht dabei keinen Hehl daraus, dass es ihm vor allem nur um das eigentliche Zusammentreffen und die Möglichkeit zu sich daraus ergebenden Gags ging, als um eine tatsächliche Geschichte. So liest sich alles zwar flott, aber auch unergiebig: Die beiden Teams treffen aufeinander, besprechen sich, treffen auf einen uninteressanten Geist, besprechen sich, treffen wieder auf den Geist, besprechen sich wieder, und irgendwann verabschiedet man sich.

Die beiden 80er-Mega-Marken zusammenzubringen, ist ein lang gehegter Geek-Wunsch, dementsprechend verkauften sich die vier Heftchen dann auch einfach nur aufgrund dieser Wunscherfüllung so golden, nicht aber, weil das Gebotene etwas taugt. Was theoretisch als Nerd-Fiebertraum funktioniert, scheitert praktisch außerdem an der vollkommenen Unvereinbarkeit der beiden Universen. Eine Welt komplett gaga, mit nach Renaissance-Malern benannten, mutierten Ninja-Kröten und ohne jegliche Limitierungen. Die andere ihren Humor beziehend aus dem Kontrast von realer Urbanität und phantastischen Zerrbildern. Doch selbst wenn dem nicht so wäre; der Witz des Team-Ups taugt für drei, maximal vier Seiten, dann hat er sich verbraucht. Burnham war zuletzt schon nicht in allerbester Verfassung, doch er sollte zumindest wissen, dass die Idee nur Ausgangspunkt sein sollte und nicht für sich selbst steht. Ergebnis ist der schlechteste GB-Comic bisher, noch unter dem unsäglichen IDW-Erstversuch „The Other Side“, der zumindest irgendwas, wenn auch nichts Gutes, dahererzählt hat.

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Hoffnungsvoller darf man da auf den nächsten Crossover-Vierteiler blicken: „Ghostbusters: Get Real 1“ ist frisch raus. In dieser Geschichte treffen Dan Schoenings Bratzenfiguren auf die „echten“, die Real Ghostbusters! Wunderbar gezeichnet (kein Vergleich zu dem Geschmiere aus „Mars Attacks VS RGB“ von vor zwei oder drei Jahren), sehen die Panel beinahe aus, als wären sie tatsächlich direkt aus dem Fernseher geflattert, und über diese Ehrerbietung finden Kreativ-Team und Leser dann natürlich wieder versöhnlich zueinander: Es tut einfach gut, diese Ur-Adaptionen wieder zu sehen! Aber taugt denn die Geschichte diesmal?

Burnham siedelt den Plot inmitten der Handlung der TV-Folge „Janine, die Geisterjägerin“ an, in der die RGBs zwischenzeitlich spurlos verschwanden. Hier erfahren wir jetzt, was in dieser Zeit mit ihnen passiert. Neueinsteiger sind ein wenig aufgeschmissen (aber nicht in allzu fataler Weise), echten GB-Fans aber fliegen die Insider um die Ohren. So muss das!

Klar, es bleiben noch drei Hefte über, und man hat etwas Angst vor Leerlauf, aber bisher liest es sich clever und unterhaltsam.

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