Teil 3 statt Reboot: Das wäre Ihr Preis gewesen

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Ein paar Tage ist es her, dass Paul Feigs „Ghostbusters“-Komplettreboot einen mächtigen Vorwärtsschritt machte. Am 22. Juli 2016 kommt der Film in die US-Kinos, Hauptdarstellerinnen sind Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Leslie Jones und Kate McKinnon. Zwischen 31 und 47 Jahre alt, sind sie allesamt keine Leinwandbeauties (wie man sie heute nur noch sieht) und kommen aus der „Saturday Night Live“-Schmiede. Im Grunde ist das eine Wahl in bester „Ghostbusters“-Tradition. Warum also gab es trotzdem so viel Fan-Gemopper? Über Sexismus wollen wir nicht reden – Es gab Hunderte von „Ich habe nichts gegen Frauen, aber…“- Kommentatoren, die sich eigentlich schon selbst vorführten, aber in ebenso radikalen Gegendarstellungen ausreichend intellektuell abgestraft wurden.

Es gab aber auch ganz viele Fans – und das wird in diesem neuerdings über „Ghostbusters“ ausgetragenen Geschlechterkrieg immer außer acht gelassen – die sich nicht mit Feig oder seiner Besetzung schwer tun, sondern mit der Tatsache, dass Ghostbusters 2016 keine Fortsetzung der Originalfilme wird.

Für sie schauen wir uns heute mal an, was die Fortsetzung – „Ghostbusters 3“ – hätte werden können. Zu diesem Zweck lassen wir alles beiseite, das Aykroyd und seine Mannen über die Jahre öffentlich erzählt haben, vielmehr interessierten uns die Sony-Leaks vom letzten Dezember. Ihr wisst noch – Sony wurde gehackt und im Zuge dessen wurde allerlei Geheimes öffentlich. Dazu zählten auch die Pläne für Teil 3 der Geisterjäger-Sage bis kurz vor Harold Ramis‘ Ableben vor einem Jahr. Zu einem Zeitpunkt, als Venkman, Stantz, Spengler und Winston ein neues Team begrüßen sollten und Ivan Reitman die Regie noch nicht hingeschmissen hat.

Drehbuchautor war Etan Coen, der diese Aufgabe von den „Bad Teacher“-Schreibern Gene Stupnitsky und Lee Eisenberg geerbt hatte, nachdem Murray deren Drehbuch unlustig fand.

Nicht sehr überraschend: Der Film sollte nicht „Ghostbusters 3“ heißen, sondern „Ghostbusters: Alive Again“. Kein wirklich guter Titel, aber man hätte sich wohl daran gewöhnt. Doch wer sollte in „Alive Again“ auftreten?

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Bekannt ist, dass die Idee die Veteranen Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson zurückbringen sollte. Bill Murrays Venkman war immer mal wieder im Gespräch, doch ob er zu diesem letzten Zeitpunkt des verstorbenen Sequels noch im Drehbuch war, weiß niemand. Sicher ist: Einer der neuen Geisterjäger war als Peters Sohn Chris Venkman angedacht (von Oscar / Donald war keine Rede). Für die Rolle des Chris sprach Ivan Reitman mit Adam Pally („The Mindy Project“), Charlie Day („Pacific Rim“) and Jesse Eisenberg („Zombieland“), traf aber bis zum Ende noch keine Entscheidung.

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Jonah Hill

Anführer des neuen Teams sollte eine Figur namens „Jeremy“ werden, und für die Rolle kam für Reitman nur Jonah Hill („Jump Street„-Filme) infrage.

Auch eine Geisterjägerin war schon damals im Gespräch: „Anna“ ist eine Doktorin an der Columbia University. Reitman redete mit Anne Hathaway („Dark Knight Rises“) und Brie Larson über den Part; beide hatten angeblich großes Interesse. Mit Zach Galifianakis („The Hangover“) wollte der Regisseur sich ebenfalls treffen, hier ging es um den vierten Geisterjäger (die geleakten Unterlagen sprechen von der Rolle als einem etwas älteren Mann) namens Dean.

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Anne Hathaway

Es gab noch weitere, kleinere Rollen: Für die Figuren „Joni“ und „Jon“ wollte Reitman Aubrey Plaza and Aziz Ansari. Rebel Wilson, die neulich noch in der Gerüchteküche für Feigs Reboot saß, war auch schon bei Reitmans Teil 3 eine Option, er wollte sie in der Rolle der „Ashley“. Wie auch immer, über diese Rollen ist nichts bekannt.

Der Bösewicht des Films sollte „Gniewko“ oder „Eniewko“ heißen. Reitmans Wunschkandidat hierfür war „Borat-Diktator“ Sasha Baron Cohen. Sony-Chefin Amy Pascal sprach sich dagegen im Mailwechsel für Will Ferrell („Anchor Man“) aus.

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Brie Larson als Doktor der Physik?

Über die Handlung ist so gut wie nichts bekannt. Aykroyds erzählte in den letzten Interviews zu Teil 3, sein Charakter Ray sei nun auf einem Auge blind und hätte eine neue Hüfte. In der Columbia University würden Studenten ein dimensionales Chaos anrichten, durch das neue Geisterplagen kämen. Whatever, you get the point.

Das also wäre Ihr Preis gewesen: Eine „echte“ Fortsetzung und die wahrscheinlichste Besetzung, nach der es am Schluß aussah – bevor alles schlagartig zusammenbrach. Was meint Ihr?

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