Comic-Review: Ghostbusters #18

Die Vor-vorletzte Ausgabe der fortlaufenden Comicreihe um unsere Heroen ist am Mittwoch erschienen und mit etwas Verspätung kommt hier die Besprechung!

Peter, Winston, Ray und die Newbies sind immer noch auf der Insel, wo Vigo, der Karpathe mit einer ganzen Armee von Geistern wütet.  Während die anderen versuchen, ihn um jeden Preis wieder in seine Schranken zu verweisen, ist Ray einmal mehr in einen PSI-Tagtraum abgesakt, in dem ihm ein weiteres mal Gozer erscheint (diesmal in Form der Spinnenhexe aus dem Videospiel). So verpasst er, wie dem molavischen Party Dude die Suppe versalzen wird: Mit Hilfe des Mood Slime mutieren seine Geister von bösen Schreckgespenstern zu hilfreichen Phantomen, die sich schließlich gegen ihren Herren wenden. Doch was hat das alles zu bedeuten? Die Geisterjäger tappen weiter im Dunkeln, zumal sich nach ihrer Rückkehr ins Hauptquartier zeigt, daß Vigos Geist nach wie vor im Gemälde festhängt.

Auch Egon und Kylie waren nicht untätig. Sie treiben die beiden Diener Tiamats endgültig aus den Körpern ihrer Wirte Dana und Louis. Endlich scheint alles wieder in Ordnung. Oder doch nicht? Woher kam denn nun der doppelte Vigo, und wenn Tiamat besiegt ist, warum regnet es weiterhin Blut und warum waren Dana und Louis immer noch besessen? Man ahnt Schlimmes und will sich zumindest vorbereiten, und zu Recht, denn unbemerkt von allen taucht Tiamats Fratze irgendwo im Hintergrund auf.

Ghostbusters #18 beantwortet keine der offenen Fragen, aber zumindest wird die Geschichte konsequent weitererzählt, ohne dass sie noch mehr aufwirft und ohne das Hau-Ruck-Vorgehen der letzten Hefte (NOCH mehr bekannte Gesichter, NOCH mehr bekannte Geister, NOCH mehr das Gefühl von unbeholfener Fan-Fiction statt wirklichem Können). All das, was einem aus der Distanz zum Stirnrunzeln verleitet, ist mittlerweile auch bei den Protagonisten angekommen, was ja zumindest auf einen Masterplan beim Autoren hindeutet. Wollen wir mal hoffen!

Dabei gefallen besonders und einmal mehr vor allem die schönen Dialogszenen. Endlich nimmt Burnham sich Zeit für ein Gespräch zwischen Peter und Dana. Eine Aussprache fehlte bisher völlig, gerade auch weil Peter erst völlig ausgeflippt ist, als er mitbekommen hat, dass Dana wieder mal in Gefahr ist – dann aber kein Wort mit ihr geredet hat, als sich die Möglichkeit ergab. Hier reden sie sehr abgeklärt und liebevoll miteinander, sie haben die schmetterling’schen Turteleien hinter sich und gehen nun auf einer fortgeschrittenen Ebene miteinander um. Schön, dass zumindest die Liebelei nicht einfach ohne Entwicklung wiederholt wird.

In einer anderen – völlig aus dem Kontext der Haupthandlung gerissen scheinenden Szene – spricht Winstons frischgebackene Ehefrau mit einer Freundin, die offen ihre Sorge um die junge Ehe kundtut. Auch wenn das bisher nicht direkt etwas beisteuert, liest es sich als Stück Pseudo-Normalität nett und gerade in Hinblick auf das, was die Erscheinung des älteren Winston zu seinem jüngeren Gegenstück vor einigen Heften gesagt hat kann man sich des Eindrucks nicht erwehren: Da kommt noch was.

Das Heft ist ein klassisches Mittelstück ohne Ende und Anfang und als solches entzieht es sich einer individuellen Wertung eigentlich. Wenn man aber unbedingt eine aussprechen soll: Es gefällt wieder etwas besser.

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