Comic-Review: Ghostbusters #7

Mit einem Monat Verspätung erscheint nun IDWs siebtes Heft. Eine Verspätung, die angesichts der rückläufigen Verkaufszahlen Unverständnis verursacht, denn größere Release-Abstände zwischen den aufeinander aufbauenden, sowieso schon kurzen Heftchen sorgt sicherlich nicht für größeren Absatz. Aber nun zur Ausgabe selbst!

Winston und seine Verlobte machen Urlaub in Vegas (eigentlich ist es ein Berufsurlaub), Egon versteht nicht, warum sein Trip in Janines Geist (in #6) keine Nachwirkungen hatte und Peter, Ray & Kylie stoßen auf ein riesiges Geisterschiff… Drei Handlungsstränge werden begonnen bzw. weitergeführt, so richtig passiert aber nichts. Als es nämlich endlich losgeht, ist das Heft wieder am Ende und es heißt: Fortsetzung folgt!

Das ist gar nicht schlimm, denn die Aufsplittung des Teams gibt allen genügend Zeit für kleine, nette Szenen, die Erik Burnham diesmal eher routiniert mit seichtem Charme denn mit kalauernden Witzen spikt. Offenbarungen und wahre Aha-Momente bleiben aus, #7 liest sich aber immer noch wie eine gute Auftragsarbeit und das ist nach der supergenialen letzten Ausgabe legitim.

Dauer-Illustrator Dan Schoening hatte diesmal nur Zeit für einen weiteren „Rookie & Ron“-Shortie, der sogar mal ganz lustig ist. Das Kreativteam sollte das Zweiergespann trotzdem nicht zu Serien-Dauergästen machen, denn die drei Leser, die in den US-Foren begeistert darauf anspringen, sind sicherlich nicht stellvertretend für all die Casual Reader, die die Serie zwangsläufig bedienen muß.

Die Main Story zeichnet diesmal Doc Shaner mit schnodderigem Strich, was tatsächlich seine Momente hat. Egon und Ray wollen mir persönlich allerdings gar nicht gefallen, Kylie dagegen gewinnt und sieht nun etwas mehr nach 80er-Jahre-Girlie aus. Schade: Burnhams Texte werden von allen Figuren mit fast immer grimmigen Mienen vorgetragen, wodurch die Charaktere an Sympathie einbüßen – Dieselben Dialoge mit lächelnden Gesichtern hätten eine viel zugänglichere Wirkung. Trotzdem bleibe ich neuen Zeichnern gegenüber aufgeschlossen, denn Dan Schoenings Standard-Karikaturen gehören nach wie vor eher in eine Cartoonserie.

6 von 10 Punkten!

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